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Sankt Pauli

Sankt Pauli

In Sankt Pauli siedelten schon seit Beginn der Stadtgeschichte Menschen und Gewerbe, die von den Hamburgern nicht akzeptiert wurden. Im 19. Jahrhundert entstanden in Hafennähe viele Bars und Bordelle. Das Rotlichtgewerbe hat sich in der Hafenregion von Hamburg verbreitet wie ein Lauffeuer. Grund hierfür waren die Fischer und Seeleute, welche oft Wochen oder Monate auf See unterwegs waren. Diese hatten das Geld und auch das dringende Bedürfnis es für eine Prostituierte im Hafen auszugeben.

Archiv: Günter Zint

Besonders bekannt wurde der Stadtteil in den 1950er-Jahren durch Filme von Hans Albert. Hans Albert war nach seiner langen und ruhmreichen Karriere ein weltbekannter Schauspieler. Auf dem Hans-Albert-Platz steht eine bronzene Statue die ihm von Künstlers Jörg Immendorff gewidmet wurde.
Nachdem Hans Albert das Walzerlied „auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ sang, wurde es zum Motto für das Leben auf St. Pauli. Der Kiez galt in der ganzen Welt für einen Ort, an welchem die Menschen ein sehr leichtes und unbeschwertes Leben führen. Schon bald wollte jeder einmal im Café Keese tanzen oder im Hippodrom auf Pferden reiten.

Die Beatles etablierten sich in den 60er-Jahren in verschiedenen Clubs auf dem Kiez. Die britische Rockband spielte in Clubs wie dem „Star Club“, das „Top Ten“, der „Kaiserkeller“ und das „Indra“. Im Indra wurde der Grundstein zu einer der größten Musikkarrieren aller Zeiten gelegt. In den nächsten Jahren verkauften sie mehr als eine Milliarde Platten.

Prostitution und Gewalt - der Fall von Sankt Pauli

Die Reeperbahn war in den 70er und 80er ein sehr verrufenes Viertel. Der Grund dafür war die zunehmende Gewalt durch Zuhälterbanden. Diese Banden trugen ihre Kriege auf offener Straße aus und lockten damit auch andere Verbrecher an. Der Ruf von St. Pauli war ruiniert und das Nachtleben verlagerte sich in andere Stadtteile von Hamburg. Der Kiez war berüchtigt für Gewalt, Drogen, Hehlerei und sogar Waffenhandel. Prostitution war in den 70er und 80er-Jahren das geringste Problem. Im ganzen Kiez stieg die Mordrate stetig.
Im Jahr 1986 erschoss Werner Pinzner im Hamburger Polizeipräsidium während einer Vernehmung einen Staatsanwalt und seine Frau. Nach der Tat erschoss er sich selbst. Werner Pinzner genannt „Mucki“, war ein Auftragskiller, welcher eine Serie von Morden geplant und ausgeführt hat.

Copyright: Enno Kaufhold, Hamburger Berg, „Elbschlosskeller“, Juli 1976

Das bekannteste Polizeirevier Deutschlands ist die Davidwache. Die Wache auf dem Kiez erlangte ihren Ruhm vor allem durch Filme und Serien aus den 60er und 70er-Jahren.
Das Revier der Davidwache ist mit knapp 1 km² das kleinste in ganz Europa, trotzdem wird den über 100 Mitarbeitern auf der Wache nie langweilig.

Sankt Pauli: Wie „Phönix aus der Asche“ - die Entwicklung zum Party- und Kulturzentrum

Am 18. April. 1986 wurde „Cats“ das erste Mal in Deutschland im extra dafür umgebauten Operettenhaus auf der Reeperbahn aufgeführt. Stage Entertainment wagte einen mutigen Schritt, welcher sich sehr positiv auf den Ruf des Kiezes auswirkte.
In den nächsten Jahren eröffneten eine Reihe von kulturellen Schauplätzen wie zum Beispiel das Sankt Pauli Theater und das Schmidt-Theater. Zudem eröffneten auch immer mehr Clubs und Bars. Ende der 80er-Jahre war St. Pauli vollständig rehabilitiert. Die Häuser auf dem Spielbudenplatz wurden abgerissen. Die dadurch gewonnene Fläche wird seit jeher als Veranstaltungsort für den Weihnachtsmarkt, das Reeperbahnfestival, Nachtmarkt oder die Food Trucks genutzt.

Sankt Pauli: Party auf der Reeperbahn

Die bekannteste Partymeile ist die Seitenstraße „Große Freiheit“. Hier dreht sich alles um Party und Erotik. Diese Straße zieht jedes Wochenende Partytouristen aus der ganzen Welt nahezu magisch an. Der älteste Club in Hamburg heißt Große Freiheit 36 und er existiert seit 1985.

Eine weitere wichtige Anlaufstelle auf dem Kiez ist der Hans-Albert-Platz, hier befinden sich viele Restaurants und Clubs. Auf dem Platz tanzen, lachen und trinken sowohl die jüngere als auch die ältere Generation zusammen.
Der Hans-Albert-Platz wird von den Anwohnern auch liebevoll „Kleiner Kiez“ genannt, da man hier alles finden kann, was man auf dem gesamten Kiez auch findet.

Ein weiterer Ort, welcher Partyfans anzieht, ist der Hamburger Berg. Hier findet man Bars und Clubs, welche selbst an Wochentagen immer randvoll mit Studenten, Kiezbewohnern und Touristen sind. Die angesagten Szenekneipen haben zum Teil eine sehr lange Geschichte und es ist wahrscheinlich, dass man hier auf wahre Hamburger „Urgesteine“ trifft. Wer vor hat, die ganze Nacht bis in die Morgenstunden zu tanzen, ist hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

Leben auf Sankt Pauli

Der Penny Markt auf dem Kiez ist der Ort, an welchem die Kiezbewohner und die Partytouristen zusammenkommen. Der Markt ist Kult auf St. Pauli und besonders beliebt, da 7 Tage die Woche bis 23 Uhr geöffnet hat. Deutschlandweit berühmt wurde der Penny Kiez durch eine fünfteilige Spiegel-TV-Reportage von Markus Grün. Die Reportage gibt einen guten Einblick, wie verrückt das Leben auf dem Kiez sein muss. Der Kiez ist ein Ort, an welchem es zum einen viel Spaß, Alkohol und erotische Unterhaltung gibt, aber es gibt dort leider auch sehr viel Kriminalität und Armut.

Titelbild: Foto: Jan Otto / istock

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